MTU-Umweltstiftung finanziert Erforschung der Burgunderblutalge im Bodensee

26.08.2019

  • Fachbereich Biologie der Universität Konstanz erhält 21.000 Euro für Bodensee-Projekt

Die MTU-Umweltstiftung von Rolls-Royce unterstützt den Fachbereich Biologie der Universität Konstanz mit einem Stipendium in Höhe von 21.000 Euro. Gestartet im April 2019, untersuchen die Biologen über zwei Jahre hinweg, ob Bodenseefische mit Giftstoffen der Burgunderblutalge „Planktothrix rubescens“ – einer Blaualge – belastet sind.

Dabei ist die Kernfrage des Projekts: Kommt es ausgehend von der Burgunderblutalge zu einer Anreicherung von Toxinen im Nahrungsnetz? Hierfür werden die Forscher rund 300 Proben nehmen und Phytoplankton, Zooplankton und Fische auf deren Toxingehalt untersuchen. „Sollten wir Toxine nachweisen können, ist es durchaus möglich, dass der Mensch diese über den Verzehr von Fischen aufnimmt“, erklärt Dr. Martin-Creuzburg, Dozent an der Universität Konstanz und Leiter des Projektes. Vor allem im Spätsommer kommt es vermutlich aufgrund steigender Wassertemperaturen und einer stabileren Schichtung zur Vermehrung der Burgunderblutalge, die sich in 15 bis 20 Metern Wassertiefe einschichtet. Erste Ergebnisse über die Verbreitung der Toxine erwarten die Forscher Ende dieses Jahres.

Der Fokus des Projekts liegt auf dem Nahrungsnetz. Im ersten Schritt werden die Burgunderblutalge selbst sowie die Fische des Bodensees untersucht. Danach erforschen sie weitere Lebewesen im Freiwasser- und Uferbereich des Bodensees. So erzielen die Wissenschaftler eine möglichst aufschlussreiche Aussage zur Belastung des gesamten Nahrungsnetzes.

Die MTU-Umweltstiftung wurde im Jahr 2004 mit einem Stiftungskapital von mehr als einer halben Million Euro gegründet. Sie fördert nachhaltige Umwelt- und Naturschutzprojekte am Bodensee. „Unser Ziel ist, die natürlichen Lebensgrundlagen von Pflanzen, Tieren und Menschen im Umfeld des Bodensees zu schützen und dessen ökologische Vielfalt zu erhalten oder wiederherzustellen“, erläutert Michael Spiegel, Vorstandsvorsitzender der MTU- Umweltstiftung. Die Stipendien werden gewöhnlich für die Dauer von zwei Jahren vergeben. Zuletzt unterstützte die MTU-Umweltstiftung ein Schulprojekt der Claude-Dornier-Schule in Friedrichshafen zum Schutz der Bodenseebiene.

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Die MTU-Umweltstiftung von Rolls-Royce unterstützt den Fachbereich Biologie der Universität Konstanz bei der Erforschung der Burgunderblutalge im Bodensee. Dr. Martin-Creuzburg (Mitte), Dozent an der Universität Konstanz und Leiter des Projektes, und sein Team untersuchen, ob Bodenseefische mit Giftstoffen der Burgunderblutalge belastet sind. Die MTU-Umweltstiftung – Vorstandsvorsitzender Michael Spiegel (rechts) – unterstützt das Projekt mit einem Stipendium in Höhe von 21.000 Euro.

Die MTU-Umweltstiftung von Rolls-Royce unterstützt den Fachbereich Biologie der Universität Konstanz bei der Erforschung der Burgunderblutalge im Bodensee. Dr. Martin-Creuzburg (Mitte), Dozent an der Universität Konstanz und Leiter des Projektes, und sein Team untersuchen, ob Bodenseefische mit Giftstoffen der Burgunderblutalge belastet sind. Die MTU-Umweltstiftung – Vorstandsvorsitzender Michael Spiegel (rechts) – unterstützt das Projekt mit einem Stipendium in Höhe von 21.000 Euro.

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Zur genauen Untersuchung der Ausbreitung von Burgunderblutalgen entnehmen die Forscher der Universität Konstanz Wasserproben aus unterschiedlichen Tiefen des Bodensees. Vor allem im Spätsommer kommt es vermutlich aufgrund steigender Wassertemperaturen und einer stabileren Schichtung zur Vermehrung der Burgunderblutalge, die sich in 15 bis 20 Metern Wassertiefe einschichtet.

Zur genauen Untersuchung der Ausbreitung von Burgunderblutalgen entnehmen die Forscher der Universität Konstanz Wasserproben aus unterschiedlichen Tiefen des Bodensees. Vor allem im Spätsommer kommt es vermutlich aufgrund steigender Wassertemperaturen und einer stabileren Schichtung zur Vermehrung der Burgunderblutalge, die sich in 15 bis 20 Metern Wassertiefe einschichtet.

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Alle zwei Wochen fährt das Forschungsschiff der Universität Konstanz zur Entnahmestelle in der Nähe von Wallhausen. Die entnommenen Wasserproben werden noch auf dem Schiff auf Burgunderblutalgen untersucht.

Alle zwei Wochen fährt das Forschungsschiff der Universität Konstanz zur Entnahmestelle in der Nähe von Wallhausen. Die entnommenen Wasserproben werden noch auf dem Schiff auf Burgunderblutalgen untersucht.

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Wolfgang Boller
Sprecher Standort- und Wirtschaftsmedien
+49 7541 90-2159

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