Rolls-Royce kooperiert mit 2G Energy bei Gas-Stromaggregaten

11.11.2019

  • Gegenseitiger Bezug von Gas-Stromaggregaten und Modulen vereinbart
  • Strategische Partnerschaft stärkt Produkt- und Serviceangebot beider Partner
  • 2G-Produkte im MTU-Portfolio – MTU-Systeme im 2G-Produktprogramm

FRIEDRICHSHAFEN/HEEK

Der Geschäftsbereich Power Systems des Technologiekonzerns Rolls-Royce und 2G Energy, ein Hersteller von Gas-Stromaggregaten und Blockheizkraftwerken aus Heek (Nordrhein-Westfalen) haben am 8. November 2019 eine Kooperationsvereinbarung zum gegenseitigen Bezug von Gas-Stromaggregaten geschlossen.

Rolls-Royce wird von 2G Energy Gas-Stromaggregate und BHKW-Module im Leistungsbereich von 250 bis 550 kW mit und ohne Wärmeauskopplung beziehen. Versehen mit der eigenen Steuerung und weiteren spezifischen Komponenten, wird Rolls-Royce sie unter seiner Produkt- und Lösungsmarke MTU auf den Markt bringen. Im Gegenzug bezieht 2G für seine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) zur dezentralen Erzeugung von Strom und Wärme von Rolls-Royce MTU-Gas-Stromaggregate der Baureihe 4000 im elektrischen Leistungsspektrum von 776 bis 2.535 kW. Die neue, vierte Generation des 4000ers zeichnet sich durch einen sehr hohen elektrischen und thermischen Wirkungsgrad sowie durch sehr gute Lastschaltfähigkeit und eine marktführende Leistungsdichte aus.

„Durch die strategische Kooperation mit 2G ergänzen wir unser Produktprogramm durch energieeffiziente und klimaschonende Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und vollziehen einen weiteren strategischen Schritt zum Lösungsanbieter“, sagt Dr. Petar Pelemis, Vice President Corporate Strategy & Product Management des Rolls-Royce-Geschäftsbereichs Power Systems. Die 2G-Produkte werden in absehbarer Zeit die BHKWs im unteren Leistungsbereich ersetzen, die bisher auf der bewährten MTU-Gasmotor-Baureihe 400 basieren.

„Blockheizkraftwerke von Rolls-Royce, basierend auf Gas-Stromaggregaten im Leistungsbereich von derzeit 220 bis 11.800kW, eignen sich hervorragend als Komponenten von Microgrids, also autarken Stromnetzen, die erneuerbare Energiequellen mit Batteriespeichern und zum Beispiel gasbetriebenen Aggregaten kombinieren“, sagt Andreas Görtz, Vice President für dezentrale Energieanlagen bei Rolls-Royce. „Sie setzen dank intelligenter Steuerung die im Microgrid vorhandenen Energiequellen optimal ein und vermeiden so klimaschädliches CO2.“ Werden die Gas-Motoren mit Biogas oder synthetischem Kraftstoff betrieben, der mit Strom aus erneuerbaren Quellen hergestellt ist, sind diese Blockheizkraftwerke für sich alleine oder als Teile von Microgrids wichtige Beiträge zur klimafreundlichen Bereitstellung von Energie. „Dass sich 2G entschieden hat, im oberen Leistungsbereich auf MTU-Gas-Gensets mit unserer Erfolgsbaureihe 4000 zu setzen, beweist erneut unsere herausragende technologische Stellung und wird unsere Position im Markt der Gas-Aggregate weiter stärken“, so Görtz weiter.

Christian Grotholt, CEO der 2G Energy AG, bewertet die Zusammenarbeit als einen Erfolg der langjährigen Entwicklungsarbeit bei 2G mit dem Ziel, hohe Wirkungsgrade mit geringen Lebenszykluskosten bei der Motorenentwicklung zu verbinden: „Die Kombination aus klimaschonender Energieumwandlung, hoher Verfügbarkeit und geringen Servicekosten ist die Basis für eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit von BHKW-Anlagen für den Anlagenbetreiber. Das ist die Leitlinie für unsere BHKW-Lösungen, die für steigende Anforderungen an die Flexibilität im Betrieb ausgelegt sind. Diese BHKW mit Gasmotorentechnologie für Erdgas, Biogas oder z.B. Wasserstoff sehen wir als eine Rückgrattechnologie für die wirtschaftliche Umsetzung der Energiewende.“

Durch die Kooperation mit Rolls-Royce erwartet Grotholt eine weitere Stärkung der Marktposition von 2G im elektrischen Leistungsbereich von 50 bis 550 kW, die zu weiteren Fortschritten beim Kundennutzen führen soll: „Wir werden unsere Technologieführerschaft durch kontinuierliche Forschungs- sowie Entwicklungsarbeit über die Gasmotorentechnologie hinaus weiter konsequent ausbauen mit der Softwareentwicklung bzw. Digitalisierung von Anlagen und Prozessen.“   
 
Verbunden mit der Bezugskooperation ist eine Servicevereinbarung auf Gegenseitigkeit, wodurch die jeweilige Serviceorganisation die Rechte zum umfassenden Service der Produkte des anderen Herstellers erhält. Dadurch ist ein optimaler Service für alle Gas-Stromaggregate, die in Anlagen beider Kooperationspartner integriert sind, gesichert.

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Der Geschäftsbereich Power Systems von Rolls-Royce und 2G Energy, ein Hersteller von Gas-Stromaggregaten und Blockheizkraftwerken aus Heek (Nordrhein-Westfalen) haben eine Kooperationsvereinbarung zum gegenseitigen Bezug von Gas-Stromaggregaten geschlossen. (Von links:) Von Rolls-Royce unterzeichneten Michael Wagner, Leiter der Geschäftsentwicklung für dezentrale Energiesysteme  und Andreas Görtz, Vice President für Stromerzeugung, die Verträge, von Seiten 2G Energy CEO Christian Grotholt und Heiko Barth, Leiter des Produktmanagements bei 2G.

Der Geschäftsbereich Power Systems von Rolls-Royce und 2G Energy, ein Hersteller von Gas-Stromaggregaten und Blockheizkraftwerken aus Heek (Nordrhein-Westfalen) haben eine Kooperationsvereinbarung zum gegenseitigen Bezug von Gas-Stromaggregaten geschlossen. (Von links:) Von Rolls-Royce unterzeichneten Michael Wagner, Leiter der Geschäftsentwicklung für dezentrale Energiesysteme und Andreas Görtz, Vice President für Stromerzeugung, die Verträge, von Seiten 2G Energy CEO Christian Grotholt und Heiko Barth, Leiter des Produktmanagements bei 2G.

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Wolfgang Boller
Sprecher Standort- und Wirtschaftsmedien
+49 7541 90-2159

wolfgang.boller@ps.rolls-royce.com

 

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