Rolls-Royce Power Systems setzt positive wirtschaftliche Entwicklung fort

01.03.2019

  • 2018 mit Umsatzrekord: Steigerung um 15 Prozent auf 3,5 Mrd. Pfund (3,9 Mrd. Euro)
  • Mit Bestellungen im Wert von 3,1 Mrd. Pfund (3,6 Mrd. Euro) hervorragende Auftragslage
  • Neue Strategie auf dem Weg zum Lösungsanbieter trägt Früchte

Der Rolls-Royce-Geschäftsbereich Power Systems hat seine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2018 fortgesetzt. Der bereinigte Umsatz stieg um 15 Prozent auf einen Rekordwert von 3,5 Mrd. Pfund Sterling (3,9 Mrd. Euro) (2017: 3,0 Mrd. Pfund Sterling, 3,4 Mrd. Euro). Der bereinigte Betriebsgewinn kletterte auf 317 Mio. Pfund Sterling (358 Mio. Euro). Das entspricht einer bereinigten Umsatzrendite von 9,1 Prozent.

„Wir haben nicht nur von einer starken Nachfrage nach unseren Produkten auf Grund der guten Weltkonjunktur profitiert. Vielmehr ernten wir jetzt auch die Früchte unserer harten Arbeit in unserem Transformationsprogramm, das uns deutlich profitabler gemacht hat“, sagte Andreas Schell, Vorstandsvorsitzender der Rolls-Royce Power Systems AG und Leiter des Geschäftsbereichs Power Systems, bei der Vorstellung der Jahresergebnisse 2018. „Unser bereinigtes und modernisiertes Produkt- und Serviceportfolio wird von unseren Kunden gut angenommen.“

Mit einem Anteil von 23 Prozent am Gesamtumsatz ist Power Systems die Nummer Zwei der drei Geschäftsbereiche des britischen Rolls-Royce-Konzerns. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs Power Systems liegt mit 3,1 Mrd. Pfund (3,6 Mrd. Euro) um 28 Prozent über dem Vorjahreswert.

Alle Segmente mit positiven Beiträgen
Sämtliche Segmente erzielten gute bis sehr gute Absatzzahlen. Der Marine-Umsatz stieg um 12 Prozent, der Umsatz mit Industrieantrieben sogar um 40 Prozent. Lediglich der Bereich Powergen fiel mit 5 Prozent etwas schwächer aus, der jedoch im Vergleichsjahr 2017 überproportional gewachsen war.
 
Das Tochterunternehmen Bergen Engines in Norwegen hat den Turnaround geschafft und ist jetzt auch auf dem Markt für stationäre Energieversorgung erfolgreich. Erstmals wurden mehr Motoren für die Stromerzeugung als für den Schiffsantrieb hergestellt.

Die Nachfrage nach Kernenergie ist weiterhin hoch. Mit seinen Small Modular Reactors hat der Bereich Civil Nuclear eine Lösung, die nach dem Start im Vereinigten Königreich langfristig Exportpotential bietet.

Transformation als solide Basis
„Wir haben mit unserem Transformationsprogramm RRPS 2018 die Kostenstruktur des Geschäftsbereichs grundlegend neu aufgestellt, beispielsweise indem wir gut ein Viertel der Produktvarianten ersatzlos gestrichen haben“, sagt Marcus A. Wassenberg, Finanz- und Personalvorstand der Rolls-Royce Power Systems AG. Gleichzeitig wurden Organisation und Strukturen den aktuellen Anforderungen angepasst und konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet.

„Das führte nicht nur zu einem guten Ergebnis im Jahr 2018, sondern damit haben wir eine längerfristig robuste und zukunftsorientierte Unternehmensstruktur geschaffen, die wir brauchen, um die Strategie PS 2030 umzusetzen“, so Wassenberg weiter.

Konsequente Umsetzung der Unternehmensstrategie PS 2030
Den wirtschaftlichen Erfolg des Jahres 2018 will das Unternehmen nutzen, um seine neue Strategie PS 2030 weiter voranzutreiben: vom Motorenhersteller zum Anbieter integrierter Lösungen.

„Das Jahr 2018 ist der Beweis dafür, dass wir mit den Themen Hybridisierung, Elektrifizierung, Gasmotoren und Digitalisierung den richtigen Weg eingeschlagen und unserem Portfolio neue Technologien hinzugefügt haben“, sagt Andreas Schell. Beispielsweise wurden bei der Bahnfachmesse Innotrans mit mehreren internationalen Kunden Vorverträge für hunderte Bahn-Hybrid-Powerpacks der Kernmarke MTU unterzeichnet.

Microgrids: integrierte Energieversorgung

Ein anderes Beispiel für die Umsetzung von Komplettlösungen bei Kunden sind Microgrids. Diese autonomen Stromnetze verknüpfen verschiedene regenerative und klassische Energiequellen intelligent miteinander und stellen die Energie z.B. für Minen oder Datencenter dezentral zur Verfügung. Derzeit entsteht in Friedrichshafen ein Validierungscenter für solche Anlagen, mit denen Rolls-Royce Power Systems Industrieunternehmen oder andere Großverbraucher ausrüsten will. Das Stromaggregat mit Verbrennungsmotor spielt dabei weiter eine wichtige Rolle. „Der Motor wird immer eine unserer Kernkompetenzen sein. Er wird aber immer mehr zum Bestandteil der Gesamtlösung“, sagt Schell. Der neu entwickelte Batteriecontainer, ebenfalls Bestandteil eines Microgrids, ist dabei mehr als nur ein neues Produkt der Marke MTU, sondern ist auch Symbol für den Erneuerungskurs des Unternehmens.

Smarte Servicelösungen
Als Lösungsanbieter will sich Rolls-Royce Power Systems auch verstärkt um den Betrieb der anspruchsvollen Antriebs- und Energieanlagen kümmern. „Der Service wird weiter an Bedeutung zunehmen. Über ein Drittel kommt aus dem Geschäft mit Wartung und Ersatzteilen und Dienstleistungen – Tendenz steigend“, sagt Schell. Deshalb arbeitet Rolls-Royce Power Systems auf Basis der Digitalisierung an neuen Serviceprodukten. Moderne Technik zur Erfassung, Übertragung und Analyse von Betriebsdaten ist der Schlüssel dazu. Die im Frühjahr 2017 gegründete Einheit „Digital Solutions“ brachte dazu mittlerweile einige digitale Produkte wie die Smartphone-App MTU Go!Act oder die Webapplikation MTU Go!Manage auf den Markt und vernetzte unter anderem rund 300 MTU-Powerpacks in Hitachi-Schnellzügen im Vereinigten Königreich. Zusammen mit den mittlerweile fünf Customer Care Centern erweitert Rolls-Royce Power Systems die digitalen Dienstleistungen für die Kunden kontinuierlich.

Digital Solutions steuert Projekte wie „Service der Zukunft“ oder das Programm „Digitaler Zwilling“, bei dem ein virtuelles Abbild des echten Motors angelegt und ständig mit Betriebsdaten gefüttert wird, um beispielsweise Wartungsarbeiten besser und passgenauer voraussagen zu können.

Erfolgreich mit Partnern
Ebenso ist es Teil der Strategie, sich mit Partnern breiter aufzustellen, was aus eigener Kraft kaum zu schaffen wäre. „Wir gehen verstärkt Partnerschaften ein – geografisch und thematisch, um zusammen mit den Partnern zu wachsen“, so Schell. Gemeinschaftsunternehmen mit Partnern aus China und Indien zum Bau von Motoren und Gensets, aber auch zum Erschließen neuer Märkte gehören dazu. Weitere Partnerschaften ermöglichen den Wandel zum Lösungsanbieter. Deshalb hat Rolls-Royce Power Systems einen strategischen Anteil am Berliner Startup Qinous erworben, das sich mit Energiespeicher- und Steuerungslösungen beschäftigt, den Schlüsseltechnologien für Microgrids.

Die neue Strategie wird den Geschäftsbereich nachhaltig verändern, beispielsweise auch die Struktur der angebotenen Berufe und Tätigkeiten. „Wir müssen unsere Mitarbeiter auf die Herausforderung der Digitalisierung und Elektrifizierung vorbereiten. Denn unsere Arbeitsplätze werden künftig moderner, flexibler und digitaler sein. Unter anderem werden wir in diesem Jahr etwa 100 bisherige Motorenentwickler zu Elektrofachleuten umschulen und neue Ausbildungsgänge für Informatik aufnehmen“, erklärt Personalvorstand Marcus A. Wassenberg.

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Wesentliches Element bei der dezentralen Energieversorgung: der neu entwickelte MTU-Batteriecontainer.

Wesentliches Element bei der dezentralen Energieversorgung: der neu entwickelte MTU-Batteriecontainer.

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Präsentierten hervorragende Geschäftsergebnisse für das Jahr 2018: Vorstandsvorsitzender Andreas Schell und Finanzvorstand Marcus A. Wassenberg.

Präsentierten hervorragende Geschäftsergebnisse für das Jahr 2018: Vorstandsvorsitzender Andreas Schell und Finanzvorstand Marcus A. Wassenberg.

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Christoph Ringwald
Direktor Unternehmenskommunikation
+49 7541 90-4350

christoph.ringwald@rrpowersystems.com

 

Der Inhalt der Pressemitteilungen entspricht dem Stand zum jeweiligen Erscheinungsdatum. Sie werden nicht aktualisiert. Weitergehende Entwicklungen sind deshalb nicht berücksichtigt.

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